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WHO-Studie schafft Klarheit


aus der Ärzte-Zeitung online vom 03.04.2007

Kommentar von Thomas Müller

Daß Rauchen schädlich ist, weiß jeder. Wie schädlich, dazu hat die WHO mit der umfassendsten Untersuchung, die es je zu den Folgen des Rauchens gab, jetzt einiges klargestellt. Und dabei gab es Überraschungen. Etwa, daß nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Leber-, Gebärmutterhals-, Nasen- und Stirnhöhlenkrebs vom Tabakkonsum mitverursacht werden. Andererseits haben Brust- und Prostatakrebs wenig mit dem Laster zu tun. Bestätigt wurden auch, daß Passiv-Rauchen töten kann: Wer unfreiwillig den Qualm seiner Mitbürger inhaliert, hat ein bis zu 20 Prozent erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Und das sollte zu denken geben. Denn noch immer wird in Deutschland zu oft von Nichtraucher erwartet, daß sie den giftigen Rauch tolerieren: Am Arbeitsplatz, in Gaststätten, bei Veranstaltungen. Selbst die Bahn fährt noch mit Zügen, bei denen Raucher und Nichtraucher nicht komplett getrennt sind. Argumente, das ist doch alles nicht so schlimm, lassen sich mit den WHO-Daten nun gut widerlegen. Doch schön wäre es, wenn nun daraus Konsequenzen folgten: Wenn weniger Menschen rauchen oder zumindest die geschützt werden, die das nicht wollen - auch nicht passiv.