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Was versteht man unter Hypnose?
Die Hypnose ist so alt wie die Menschheit. Bereits die Sumerer, das älteste Kulturvolk der Erde, wendete die Hypnose so an, wie das auch noch heute geschieht.
Bei Hypnose spricht man oft von Schlaf, obwohl sie im Grunde mit herkömmlichem Schlafen nichts zu tun hat. Richtig ist, dass es sich dabei um einen schlafähnlichen Zustand zwischen Wachen und Schlafen handelt. Er gleicht einem partiell aktiven Bewusstsein, so dass ein direkter Zugriff auf das Unterbewusstsein möglich ist.
Durch suggestive Beeinflussung wird ein schlafähnlicher Zustand hervorgerufen, der die Bewusstseinslage, das Gedächtnis und die physischen Reaktionen vorübergehend verändert.

Suggestionen, die stark gegen die eigene Persönlichkeit gehen, sind ausgeschlossen!

Wie wird Hypnose erlebt?
Viele Menschen sind aufgeregt oder ängstlich,wenn sie sich hypnotisieren lassen. Denn sie wissen nicht, was auf sie zukommt und was sie erwartet. Danach sind einige regelrecht enttäuscht, weil sie glauben, nichts Ausergewöhnliches empfunden zu haben.


Woher kommt das?
Jedes mal beim Einschlafen durchleben wir hypnotische Zustände, die Phase zwischen Wachen und Schlafen. Also ist uns dieser Zustand bekannt und mithin nichts Neues.
Auch Autofahrer kennen es: Sie fahren eine vertraute Strcke, schweifen mit den Gedanken ab und stehen dann plötzlich vor ihrem Ziel, ohne genau zu wissen, wie sie dahin gekommen sind. Sie haben einen hypnotischen Zustand mit Zeitverlust durchlebt. Nicht anders ergeht es jemandem, der intensiv liest, lernt oder einen Film ansieht. Überall kann sich ein hypnotischer Zustand einstellen.
In den Seminaren ereignet sich also nichts, vor dem man Angst haben muss.

Je nach dem, was mit Hypnose bezweckt werden soll, können verschiedene Hypnosetiefen erreicht werden. Zum Beispiel: Bei einem Nichtraucher- oder Abnehm-Seminar ist eine leichte bis mittlere Hypnose ausreichend. Einer Operation dagegen macht eine sehr tiefe Hypnose notwendig.


Zur Verdeutlichung:
  • Wachzustand: Unser Bewusstsein ist voll da und filtert alle äußeren Eindrücke. Aufgenommen wird nur, was für uns auch tatsächlich von Belang ist.

  • Leichte Hypnose: Hier ist das Bewusstsein bereits leicht eingeschränkt. Der zu Hypnotisierende konzentriert sich auf einen Punkt, bekommt aber alles noch bewusst mit. Der Zugang zum Unterbewusstsein ist jedoch bereits möglich.

  • Mittlere Trance: Dabei ist das Bewusstsein schon stark eingeschränkt. Suggestionen werden bereits gut angenommen. Einfache hypnotische Befehle sind nun möglich. Noch werden die Befehle vom Bewusstsein gefiltert.

  • Tiefe Trance: Jetzt ist das Bewusstsein weitgehend ausgeschaltet und die Kritikfähigkeit bewegt sich gegen Null. Nun sind optische und akustische Halluzinationen möglich, wie sie zum Beispiel aus Hypnoseshows bekannt sind. Suggestionen, die sich stark gegen die eigene Persönlichkeit richten, sind nicht möglich. Oft tritt eine Amnesie (Gedächtnisverlust) ein. Diesen Zustand erreichen in der Regel ca. ein Drittel aller Probanden in kürzester Zeit. Bei ca. zwei Dritteln ist eine längere Vertiefung, oder mehrere Einleitungen nötig um diesen tiefen Trancezustand zu erreichen.

  • Wachhypnose: Der Hypnotiseur hat den Rapport (Kontakt) zum Probanden weiterhin, auch wenn dieser nach außen hin völlig wach erscheint. Der Hypnotisierte kann sich sogar mit Dritten unterhalten. Nach außen hin ist der Zustand der Hypnose nicht ersichtlich. Trotzdem kann der Hypnotiseur weiterhin Suggestionen erteilen, die völlig ungehindert das Unterbewusstsein erreichen. Selbst auf völlig unsinnige Suggestionen reagiert der Proband, bis hin zu Halluzinationen.

Wichtig: Die Hypnose ist ein sehr mächtiges Instrument, aber sie kann den eigenen Willen nicht ausschalten oder ersetzen, lediglich unterstützen!